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Aktuelles

Schulbesuche in der KFS Schwetzingen und THS Oftersheim

KFS in Schwetzingen

 

Am 7. Mai diesen Jahres wurden wir von Herrn Arnell in seine Klasse eingeladen, um mit ihm und seinen Schülern über die Themen Tod, Sterben und Trauer zu sprechen. Um zunächst Berührungsängste zu lösen, fand eine kleine Vorstellungsrunde statt. Im Anschluss haben wir über unseren Arbeitsalltag gesprochen: kein Tag gleicht dem anderen, das macht den Beruf eben so spannend. Die vorab übermittelten Fragen durch den Lehrer konnten gut mit den Themen kombiniert werden. So sprachen wir zum Beispiel über spezielle Wünsche der Angehörigen, den Ablauf einer Seebestattung und über die Frage, ob man die Urne nicht einfach mit nach Hause nehmen kann. Die Frage einer Schülerin, welche Beweggründe es für eine anonyme Bestattung gäbe, diskutierten wir mit der ganzen Klasse. Die offene Art der Schüler lies den Unterricht alles andere als trostlos vorüber gehen.

Besonders interessiert waren die Schüler an den verschiedenen Bestattungsarten und dem Ablauf einer Urnenbeisetzung, welche wir mithilfe von Anschauungsmaterial demonstrieren konnten. Abschließend thematisierten wir noch die Transporthülle für Verstorbene. Wir bedanken uns herzlich bei der KFS für die Einladung! 


THS in Oftersheim

Am 2. Juli 2018 lud uns Frau Pein in Ihre evangelische Religionsklasse ein. Bereits zum zweiten Mal erklärten wir Schülern der THS in Oftersheim, wie eine Bestattung abläuft und wie man Verstorbene versorgt. Diesmal mit einer Besonderheit: Es nahmen sechs Schüler der Kooperationsklasse der Comeniusschule teil, dies sind Schüler, welche einen speziellen Förderbedarf der geistigen Entwicklung haben. Da die Klasse die Themen Tod und Trauer noch nicht so umfassend behandelt hatten, mussten natürlich viele Fragen geklärt werden.Warum werden Tote noch einmal vor der Beerdigung "hübsch" gemacht?

Wir behandelten ebenfalls das Thema Trauer im engsten Familien- und Freundeskreis: Was kann ich tun, wenn ich traurig bin? Warum müssen wir überhaupt sterben? Wieso werden Menschen verbrannt? Die Schüler waren ebenfalls an uns und unserem Beruf interessiert: Ist man den ganzen Tag traurig, wenn man im Bestattungsinstitut arbeitet? Und welche Eigenschaften benötigt man überhaupt, um Bestatter werden zu können? 

An der Formulierung der Fragen erkannten wir schnell, welche Schüler sich bereits von einem nahen Verwandten verabschieden mussten. Hierbei legten wir besonders Wert auf die sensible Beantwortung der Fragen. 

Sind Sie auch Lehrer einer Schule und haben Interesse an einem Schulbesuch zum Thema Tod und Trauer? Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail. Im Rhein-Neckar-Kreis sind diese Besuche selbstverständlich kostenfrei. 

 

Bericht der Schüler der THS Oftersheim

Umgang mit Trauer und Tod

Ev. Religionsgruppe der THS erhält Informationen vom Bestattungsunternehmen Klein, aus Oftersheim

 

Mit diesem Thema beschäftigte sich die ev. Religionsgruppe der Klassen 9 und 10  in der Theodor-Heuss Grund- und  Werkrealschule. Das Thema Trauer und Tod bzw. der Umgang mit Trauer und Tod war ein Wunschthema der Religionsgruppe. Im zweiten Schulhalbjahr haben wir intensiv darüber gesprochen und uns unter anderem anhand von Büchern Informationen geholt.  Dennoch blieben viele Fragen unbeantwortet und wer könnte diese besser beantworten als ein Bestattungsunternehmen. Deshalb luden wir das Bestattungsunternehmen Klein aus Oftersheim ein. Das Team rund um Herrn Alexander Klein sagte uns prompt zu. Vorab sammelten wir unsere Fragen, die wir sehr gerne beantwortet haben wollten.

So kam das Bestattungsunternehmen Klein am Montag, 02.07.2018, zu uns in die Theodor-Heuss Grund- und Werkrealschule. Zwei Schulstunden sprachen sie mit uns und wir erhielten endlich Antworten auf unsere Fragen. Frau Bachert und Herr Höhn erklärten uns ausführlich, wie sie als Begleiter für Trauernde mit dem Tod und den Trauernden selbst umgehen. Dabei geht es dem Bestattungsunternehmen im Umgang mit den Hinterbliebenen besonders um Einfühlungsvermögen und Vertrauen. Floskeln werden vermieden. Konkrete Hilfestellungen und Angebote werden von den Familien gefordert. Selbstverständlich sind auch sie traurig, wenn jemand stirbt. Dennoch wahren sie eine Distanz. Das bedeutet, die eigene Trauer nicht zu zeigen, sondern professionell auf die Hinterbliebenen einzugehen. Sie müssen sozusagen der Fels in der Brandung sein. Jeder trauert anders, die einen ziehen sich zurück und die anderen suchen sich Hilfe. Uns hat im Religionsunterricht besonders der Gedanke beschäftigt, ob Bestatter immer traurig sind, da sie tagtäglich mit dem Tod konfrontiert werden und das zu jeder Uhrzeit. Darauf erhielten wir die Antwort, dass dies nicht grundsätzlich so sei. Die Arbeit mit den Angehörigen, das Verarbeiten des Todes, ist ein guter Ausgleich. Zudem können sie sich im Team auch untereinander immer austauschen und sich in einzelnen Situationen auch wieder aufheitern. Auch die Pfarrer im Umkreis helfen den Bestattern beim persönlichen Verarbeiten von Geschehnissen.

Eine weitere Frage von uns beschäftigte sich mit Kinderbestattungen. Vor allem die Eltern von so genannten Sternenkindern fühlen sich oft alleine und unter Druck gesetzt. Kinderbestattungen, liegen dem Team um Alexander Klein auch sehr am Herzen. Sie sind geschult und können auf die Bedürfnisse der Betroffenen besonders gut eingehen. Hier gibt es zudem auch spezielle Internetseiten und karitative Einrichtungen, die Unterstützung anbieten.

Um den Beruf des Bestatters erlernen zu können, sollte man vorab bereits einige Kompetenzen mitbringen. Wichtig sind zum einen das vorher erwähnte Einfühlungsvermögen, da Bestatter den ganzen Prozess mit den Trauernden durchlaufen und sie auf dem Weg im Umgang mit dem Verlust eines lieben Menschen begleiten. Zum anderen ist in dieser Berufsgruppe auch ein handwerkliches Geschick gefordert. Dazu zählt beispielsweise das Ausschlagen von Särgen (=Auskleiden des Sarges mit Decke, Kissen und Matratze). Nach dem Tod eines Menschen werden vom Bestatter zwei Prozesse durgeführt Die Vorbereitung des Verstorbenen dauert, je nach Wunsch der Hinterbliebenen und der Ursache des Todes, ungefähr ein bis zwei Stunden. In dieser Zeit werden die Verstorbenen versorgt: Wunden werden abgedeckt, Kleidung gewechselt, Haare gerichtet, gegeben falls wird der Verstorbene auch geschminkt. Besonders wichtig ist, dass die Angehörigen in diesen Prozess mit einbezogen werden. Sie können die Lieblingskleidung für ihren Verstorben auswählen, persönliche Gegenstände in den Sarg legen oder auch bei der kosmetischen Behandlung mitwirken.

Uns wurden unter anderem auch verschiedene Bestattungsmöglichkeiten vorgestellt. Dazu zählte die bekannte Erdbestattung auf dem Friedhof, eine Waldbestattung oder auch die anonyme Bestattung auf einer Wiese. Besonders spannend war es zu hören, dass die Asche von Verstorbenen in einen Diamanten umgewandelt werden kann. Dies ist allerdings nicht in Deutschland erlaubt,

Die Schulstunden vergingen unglaublich schnell und die Fragen unserer Mitschüler zeigten, wie präsent dieses Thema für uns alle ist. Wir erhielten unglaublich viele Informationen. Beendet hat das Bestattungsunternehmen den Vortrag mit dem Angebot weiterhin nachfragen und auch bei weiterem Gesprächsbedarf auf sie zukommen zu können.

 Ein riesen Dankeschön für diesen Besuch geht an Michael Höhn, Melissa Bachert und Alexander Klein vom Bestattungsunternehmen Klein in Oftersheim.

 

Christina Kern, Kevin Eigner, Klasse 10, THS Oftersheim

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