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Was ist eine "zweite Leichenschau"?

Eine zweite Leichenschau wird im Krematorium kurz vor der Einäscherung vorgenommen. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Leichenschau, die nach Eintritt des Todes durch den Haus- oder Notarzt durchgeführt werden muss. Bei der zweiten Leichenschau überprüft ein vom Gesundheitsamt bereitgestellter Arzt, ob die Todesumstände mit den angegeben Daten auf der Todesbescheinigung übereinstimmen. Hierbei führt er eine äußerliche Leichenschau durch. Ergeben sich Unstimmigkeiten, kann der unabhängige Arzt den Verstorbenen solange einer Feuerbestattung vorenthalten, bis er diese für unbedenklich hält. Unter besonderen Umständen kann das mehrere Tage dauern. Erst nach der Freigabe des Arztes aus dem Gesundheitsamt wird der Verstorbene eingeäschert.

Verstorbene, die eines nicht natürlichen Todes gestorben sind und erst nach Freigabe der Staatsanwaltschaft bestattet werden dürfen, müssen im Falle einer Feuerbestattung nicht von einem zweiten Arzt im Krematorium begutachtet werden. Hier ersetzt die Freigabe die Bescheinigung des Gesundheitsamtes. 

Zuletzt aktualisiert am 31.03.2017 von Best. Klein.

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